Communitymeeting zu SOMATIC EXPERIENCING (SE)® und EMDR

Am 9. September 2025 traf sich die Community zum Austausch über die Therapieansätze Somatic Experiencing (SE)® und EMDR. Christine übernahm die Moderation und begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bevor das Gespräch auf das Thema überleitete, das bereits auf der Mitgliederversammlung im März besprochen worden war.

Die Teilnehmenden berichteten von ihren Erfahrungen mit SE und EMDR und diskutierten, wie die beiden Methoden sich ergänzen können. Besonders betont wurde, dass EMDR weniger intrusiv ist, als es manchmal dargestellt wird, und dass ein flexibler Wechsel zwischen den Methoden hilft, die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten optimal zu berücksichtigen. Auch die Entwicklung von EMDR über die Jahre war Thema: Heute wird die Methode behutsamer eingesetzt, wobei die stabile Bindungsbeziehung zum Klienten und die direkte Wirkung auf das autonome Nervensystem im Vordergrund stehen. Moderne Ansätze konzentrieren sich zunehmend auf Musterarbeit, wodurch SE und EMDR einander ähnlicher werden.

In der Praxis konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Beispiele teilen: Mit SE-Techniken konnte beispielsweise einer Klientin geholfen werden, ihre Reaktionen auf Kritik durch Fokussierung auf körperliche Energie zu verändern. EMDR-Sitzungen, insbesondere in Kombination mit Tapping, zeigten, wie Themen schneller und effizienter bearbeitet werden können, insbesondere bei wiederkehrenden Problemstellungen. Ergänzend wurden auch alternative Ansätze wie die MET-Methode oder Anwendungen aus der chinesischen Medizin besprochen, ebenso wie Rhythmusarbeit und Polaritäten, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Ein zentrales Thema war die sorgfältige Vorbereitung und reflektierte Durchführung von EMDR-Sitzungen. Entscheidend ist die Beziehung zwischen Therapeutin und Klientin sowie die Selbstregulation der Klienten. SE™-Techniken basieren auf einem „Joining“ als Grundlage, um die therapeutische Arbeit sicher und effektiv zu gestalten. Dabei wurde betont, dass heute eine behutsame, titrierte Herangehensweise bevorzugt wird und die Methode stets an die individuelle Traumageschichte und das „Therapiegepäck“ der Klientinnen und Klienten angepasst werden sollte.

Abschließend wurde über zukünftige Treffen und die Vernetzung innerhalb der Community gesprochen. Christine schlug vor, darüber im Newsletter zu informieren, und das Interesse an weiterem Austausch war groß.