VA 242-2 – Das Nadelöhr Modul 2

06.04.2028 - 11.04.2028 (ganztägig)
Martin Niemöller Haus, 61389 Schmitten

Teilnahmegebühr

1.690,50 €

Optionale Buchungsoptionen

  • Übernachtung im Einzelzimmer mit Frühstück 475,00 €
    06.-11.04.2028
  • Übernachtung im Einzelzimmer mit Frühstück und Vorübernachtung 570,00 €
    05.-11.04.2028
  • zusätzliches Abendessen am 05.04.2028 22,00 €
    zwischen 18-19 Uhr möglich
  • Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück 325,00 €
    06.-11.04.2028 Bitte sende uns eine Mail mit dem Namen der Person, mit der du ein Zimmer teilen möchtest!
  • Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück und Vorübernachtung 384,00 €
    05.-11.04.2028 Bitte sende uns eine Mail mit dem Namen der Person, mit der du ein Zimmer teilen möchtest!

Dozent:in

Joshua Sylvae

Beschreibung

Zeitpunkt:
Modul 2: 06.-11.04.2028

Teilnahmegebühr: 1170 €
Tagungspauschale: 520,50 €
Gesamt: 1690,50 €

Für diese Veranstaltungsreihe konnten wir Silvia Autenrieth und Birgit Mayer als Dolmetscherinnen gewinnen.

Alle Traumata beinhalten eine Begegnung mit Bedrohung – und damit eine Berührung mit dem Tod.

Manche Menschen erleben jedoch tatsächlich Todeszustände, aus denen sie wieder ins Leben zurückkehren. Tatsächlich treten einige der tiefgreifendsten und scheinbar am schwersten behandelbaren Traumasymptome bei Klient:innen auf, die in diesen tiefgreifend veränderten Bewusstseinszuständen „stecken bleiben“, die infolge einer Nahtoderfahrung (Near-Death Experience, NDE) entstanden sind.

Allein in den USA unterziehen sich jedes Jahr mehr als 50 Millionen Menschen Operationen und anderen invasiven medizinischen Eingriffen, häufig unter Einsatz starker dissoziativer und amnestischer Medikamente. Viele erleben während dieser Eingriffe ein teilweises oder sogar vollständiges Erwachen. Diese erschütternden Erfahrungen können tiefe Brüche im Bewusstsein hinterlassen, die oft weit über das hinausgehen, was bewusst oder sprachlich zugänglich ist. Dadurch sind diese Traumata besonders schwer zu erreichen und zu heilen.

Nach Angaben der Near Death Experience Research Foundation ereignen sich täglich durchschnittlich 774 unterschiedliche Nahtoderfahrungen. Obwohl sie häufig zu erheblichen Beeinträchtigungen führen, bergen sie zugleich ein außergewöhnliches Potenzial für tiefgreifende, positive und nachhaltige persönliche sowie spirituelle Transformation – vorausgesetzt, die Betroffenen erhalten angemessene Begleitung und Unterstützung.

Die zweiteilige Fortbildungsreihe Eye of the Needle (EOTN) von Dr. Peter Levine richtet sich an fortgeschrittene SE-Practitioner und Absolvent:innen der Somatic Experiencing (SE)®-Ausbildung. Sie vermittelt, wie sich die Prinzipien von Somatic Experiencing (SE)® auf unterschiedliche Nahtoderfahrungen anwenden lassen, unter anderem nach Ertrinken, Verkehrsunfällen, körperlichen Angriffen, schweren Erkrankungen oder Operationen.

Die üblichen SE-Techniken, die bei vielen traumatischen Erfahrungen wirksam sind, reichen bei Traumata im Zusammenhang mit Nahtoderfahrungen häufig nicht aus. Die Arbeit mit Eye of the Needle ist deshalb besonders wertvoll bei komplexen Fällen, die das höchste Maß an Erfahrung und Kompetenz seitens der SE-Practitioner erfordern.

Ergos SE™ Faculty

Nach vielen Jahren des Mentorings hat Dr. Peter Levine die Aufgabe, dieses Wissen weiterzugeben, an das Mitglied der Ergos SE™ Faculty, Dr. Joshua Sylvae, übergeben.

Ein persönliches Wort von Dr. Joshua Sylvae

Zum ersten Mal nahm ich 2014 gemeinsam mit Peter Levine, PhD, an der Eye of the Needle Masterclass teil. Als jemand, der in seiner Jugend beinahe ertrunken wäre, war es für mich bemerkenswert zu erleben, wie mir die EOTN-Arbeit dabei half, die Erfahrung des beinahe Sterbens als Kind neu zu verhandeln und zu integrieren.

Nach meiner Rückkehr in die Praxis stellte ich fest, dass diese Arbeit auch vielen meiner Klient:innen zugutekam. Seitdem habe ich Peter mit großer Begeisterung mehrfach als Assistent begleitet und das Programm gemeinsam mit ihm unterrichtet.

In diesem Kurs wird deutlich, dass Traumata im Zusammenhang mit Vollnarkosen, Nahtoderfahrungen oder anderen existenziellen Erfahrungen besondere Merkmale und eine eigene Dynamik aufweisen. Dadurch sprechen sie häufig weniger gut auf die üblichen Werkzeuge von Somatic Experiencing (SE)® an.

Wir lernen, den Übergang zwischen erweiterten Bewusstseinszuständen und verkörperter Wahrnehmung zu begleiten und so die Rückkehr von Präsenz im Hier und Jetzt zu fördern – oder anders ausgedrückt: die Seele einzuladen, wieder in den Körper zurückzukehren.

Dieser Prozess verlangt, bildlich gesprochen, den Durchgang durch das „Nadelöhr“ (Eye of the Needle): einen anspruchsvollen Übergang, der von den Practitioner:innen große Stabilität, Erdung und eine präzise Wahrnehmung veränderter Bewusstseinszustände erfordert.

Lernziele der Teile I und II

Die Teilnehmenden werden:

ihre Wahrnehmungsfähigkeiten sowie praktische Werkzeuge weiterentwickeln und verfeinern.
Veränderungen im autonomen Nervensystem differenziert verfolgen lernen.
theoretische und praktische Modelle entwickeln, um dissoziierte und abgespaltene veränderte Bewusstseinszustände zugänglich zu machen und problematische Fixierungen zu lösen.
die notwendigen Fähigkeiten üben, getrennte bewusste und unbewusste Zustände wieder miteinander zu verbinden und anschließend den Kern des Schocktraumas zu durchqueren.
Symptome chirurgischer Traumata sowie Zustände teilweisen Erwachens während einer Narkose erkennen.
alternative Herangehensweisen für die Arbeit mit unterschiedlichen Formen der Anästhesie kennenlernen.
lernen, wie sich mithilfe von Somatic Experiencing (SE)® geeignete Empfehlungen zu Schmerzmanagement und Anästhesieprotokollen geben lassen, um das Risiko operationsbedingter Traumatisierungen zu reduzieren.
Möglichkeiten der Begleitung nach intensivmedizinischer Behandlung (Post-ICU-Debilitation) erkunden.
hartnäckige somatische Symptome durch die Arbeit mit Nahtoderfahrungen auflösen.
mit der mythopoetischen Ebene in Kontakt treten.
authentische spirituelle Erfahrungen, einschließlich Nahtoderfahrungen, unterstützen.
lernen, ein Erstgespräch (Intake) mit Menschen zu führen, bei denen unverarbeitete Nahtoderfahrungen und/oder Traumata im Zusammenhang mit Anästhesie vorliegen könnten.
Die Masterclass umfasst
Fachvorträge mit Fragerunden (Q&A)
ausführliche Demonstrationssitzungen mit umfassender Nachbesprechung
supervidierte Übungen in Kleingruppen, einschließlich berührungsbasierter Arbeit an der Behandlungsliege in Teil II
ein Eye of the Needle-Zertifikat für Teilnehmende, die an der gesamten zweiteiligen Fortbildungsreihe vollständig – vom Beginn bis zum Ende jedes Kurstages – teilnehmen

Unterstützung durch Master-Level-Assistent:innen während der Übungen

Hinweis: Diese Fortbildung beinhaltet keinen Live-Unterricht von Dr. Peter Levine.

Teil der Veranstaltungsserie

VA 242 - Das Nadelöhr Modul 1-2 zur Veranstaltungsserie

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