Bindung und Trauma – Co-Regulation und Selbst-Regulation durch korrigierende Beziehungserfahrungen

27.09.2027 - 29.09.2027 (ganztägig)
Odenwaldinstitut/Wald-Michelbach

Dozent:in

Thomas Lang

Beschreibung

Termine und Buchung
Bindungstraumatisierung ist ein Zustand der Einsamkeit!

Ein feinfühliges elterliches Verhalten ist entscheidend für die Entwicklung einer sicheren Bindung und fördert ein tieferes Empfinden von Sicherheit, das nicht nur kognitiv, sondern tief im Körper und im Autonomen Nervensystem verankert ist. Eine sichere Bindung ist die Grundlage für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung, ein stabiles Selbstwertgefühl, emotionale Sicherheit und Geborgenheit und stärkt die dem Körper innewohnende Fähigkeit Stress zu regulieren und Herausforderungen zu bewältigen. Erwachsene, die sicher gebunden sind, haben eine Balance zwischen dem Wunsch nach Nähe und Intimität und dem Wunsch nach Unabhängigkeit.

(Hoch-)Unsichere Bindungsmuster sind als Anpassungsreaktionen auf unsichere Bindungsbedingungen zu verstehen. Menschen mit hoch-unsicheren Bindungserfahrungen entwickeln auf der körperlichen, der seelischen und der sozialen Ebene vielfältige Entwicklungsstörungen, in ihrer Beziehungsgestaltung wirken sie mitunter abweisend oder ambivalent, unflexibel oder unabsehbar wechselhaft, erstarrt oder auch hochgradig emotional außer sich.

Bezugspersonen von bindungstraumatisierten Menschen sehen sich vor der Herausforderung, stabile, haltgebende und einschätzbare Beziehungsangebote anzubieten sowie durch eine Co-Regulation eine Entwicklung der Selbstregulation anzuregen. Bindungsorientierte Arbeit unterstützt belastete Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu erfahren, dass sie nicht allein sind, dass sie die Fähigkeit in sich tragen, Verbindungen einzugehen.

Der Samen einer sicheren Bindung lebt in jedem von uns!

https://www.odenwaldinstitut.de/seminare/suche/bindung-und-trauma-7139.htm

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