Die therapeutische Arbeit mit Bindungsverletzungen

10.11.2026 - 12.12.2026 (ganztägig)
UTA Akademie

Dozent:in

Elisabeth Schneider-Kaiser

Beschreibung

Weiterbildung für Therapeut*innen und Menschen, die professionell mit Erwachsenen oder Kindern arbeiten – in der Psycho- oder Körpertherapie, Pädagogik und im allgemeinen Gesundheitsbereich.

Seminarbeschreibung
Arbeit mit dem Nervensystem als neue Dimension
Das Training bezieht die Arbeit mit dem Nervensystem als neue Dimension der Aufarbeitung von Bindungsverletzungen mit ein. Der Ansatz nimmt sowohl in Bezug auf vorgeburtliches Trauma, Geburtstrauma, Schocktrauma als auch auf entwicklungsgeschichtliches Trauma.

Frühe Grundlagen von Bindung und Beziehung
Die Grundlagen für Kontakt- und Bindungsfähigkeit werden sehr früh angelegt. Gesunde Bindungsdynamik basiert auf der engen, intimen, gesunden Beziehung zwischen Kind und Bezugsperson, optimal ist es die Mutter. Die elementare Dyade zwischen Mutter und Kind ist die wesentliche Basis für eine gesunde, emotionale Entwicklung des Kleinkindes und für das weitere Leben.

Schutz, Geborgenheit und Ko-Regulation
Genetisch geprägte Verhaltensweisen wie Lächeln, Schreien, Festklammern, sich zur Bezugsperson Hinbewegen entwickeln sich aus gesundem Bindungsverhalten. Für das unselbstständige, menschliche Neugeborene und Kleinkind ist diese Schutzfunktion von lebenserhaltender Bedeutung. Das Kind kann die Bezugsperson mit der Erwartung von Schutz und Geborgenheit aufsuchen. Hat diese Person ein nährendes Umfeld, das ihre eigene Selbstregulation in Bezug auf Stress auffangen kann, ist dem Kind ein guter Kontakt möglich. Gleichzeitig ist dies die Voraussetzung für Ko-Regulation zwischen Bezugsperson und Kind.

Spuren früher Bindung im Erwachsenenalter
Freundschaft und Intimität in der erwachsenen Partnerschaft sind Grundlagen für Wohlgefühl, Präsenz und Handlungsfähigkeit. Guter Körperkontakt, wohlwollendes Gehaltensein und Angeschautwerden sind Grundbedürfnisse des Babys. Wie wir uns als Erwachsene zugehörig fühlen, Vertrauen zu uns selbst oder anderen Menschen haben, ist ein Spiegel dafür, wie viel Sicherheit in den frühen Entwicklungsphasen da war.

Verletzungen erkennen und heilsam begleiten
Musste der Säugling sich körperlich zurückziehen oder konnte er sich entfalten? Konnte der eigene Rhythmus entstehen oder musste das Innere in Erstarrung, Vigilanz oder Dissoziation gehen? Wir werden in der Fortbildung durch Verstehen, Empathie, klare Berührung, Raum und Respekt Verwundungen wahrnehmen.​ Narben können bleiben, sie können behutsame Beachtung bekommen, und ein Erwachsenenverständnis für die Zeit der Verletzung kann entstehen.

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